Marktreport Zwangsversteigerungen 2025

Entwicklung von Zwangsversteigerungen im deutschen Immobilienmarkt

Zwangsversteigerungen liefern wichtige Hinweise auf wirtschaftliche Entwicklungen im Immobilienmarkt. Sie zeigen, wie sich Veränderungen bei Finanzierungskosten, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und privaten Haushaltsbudgets auf Immobilienbesitz auswirken.

2025 haben wir mit neuer Ausreißerkorrektur und leicht abweichender Datenbasis unsere regelmäßigen Studien zu Zwangsversteigerungen fortgesetzt. Wieder ist ein Report mit den zentralen Marktergebnissen entstanden. Die wichtigsten Fakten finden sich wie immer folgend...

ZVG_2024_und_2025.png

Datengrundlage der Analyse

Für die Studie wurden Zwangsversteigerungstermine aus ganz Deutschland ausgewertet. Die Untersuchung ermöglicht damit eine differenzierte Betrachtung der Entwicklung von Zwangsversteigerungen nach:

  • Anzahl der Verfahren
  • regionaler Verteilung
  • Objektarten
  • strukturellen Marktveränderungen

Solche Daten gelten als wichtiger Frühindikator für mögliche Veränderungen im Immobilienmarkt.

Zentrale Ergebnisse des Marktreports

Wichtigste Erkenntnisse kurz zusammengefasst

  • 2025 wurden monatlich rund 200 Zwangsversteigerungen mehr angesetzt als im Vorjahr.
  • Wesentliche Unterschiede finden sich vor allem in den ersten drei Monaten der Jahre.
  • Drei von vier Immobilien sind Wohnimmobilien. 31% aller Termine betreffen Einfamilienhäuser. Nur selten werden Grundstücke oder Gewerbeimmobilien zur Zwangsversteigerung angesetzt.
  •  Rund ein Drittel der Termine dient der Teilungsversteigerung.
  • Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede, die sich sehr an der Wirtschaftskraft der Regionen orientieren.
  • 230.000 € war 2025 der Verkehrswert, der für Einfamilienhäuser im
    Bundesdurchschnitt ermittelt wurde. Dieser hat sich um 4.000 € gegenüber dem Vorjahr erhöht.
  • Entsprechend liegen Eigentumswohnungen bei 139.000 €; und damit 10.000 € weniger als 2024.

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Prof. Dr. Marco Wölfle
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